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SOMBRE und seine Freundin Luaz wurden einfach verjagt...

11.06.2020

Sombre und seine Hundefreundin Luaz leben seit einiger Zeit im Refugium unserer spanischen Tierschutzkollegen. Ihre Erfahrungen mit Menschen waren bisher nicht so toll, deshalb sind die beiden noch etwas zurückhaltnd im Umgang mit uns "Zweibeinern". Mit ihren Artgenossen kommen sie super zurecht.

Unsere Kollegen haben die beiden eingefangen, nachdem die Hunde von einem Anwohner als sog. "Streuner" von seinem Grundstück verjagt wurden. Sombre und Luaz haben offenbar immer wieder versucht, auf das Grundstück zurück zu kehren. Die spanischen Tierschützer vermuten, dass sie dort längere Zeit gelebt haben und dem Grundstücksbesitzer vermutlich sogar gehörten. Warum sie plötzlich nicht mehr gewollt waren, wissen wir leider nicht. Der Grundstücksbesitzer behauptete, die Hunde nicht zu kennen, allerdings drückte ihr Verhalten etwas völlig anderes aus. Auf sich gestellt bekamen die beiden dann auch noch Probleme mit anderen "Streunern" und so bat man die Tierschützer um Hilfe.

Sombre und Luaz wollten sich zunächst nicht einfangen lassen, sie hatten offensichtlich eine enge Bindung an diesen Ort, an dem man sie nun nicht mehr wollte... Schließlich gelang es unseren Kollegen, die Hunde ins Refugium zu bringen. Dort lernen die beiden nun, dass es auch freundliche Menschen gibt, vor denen man keine Angst haben muss. Die Tierschützer haben langsam begonnen, die beiden Hunde mit den Grundzügen des Hundeeinmaleins vertraut zu machen und üben täglich mit ihnen u. a. das Laufen an der Leine.

Wir wünschen uns ein Zuhause bei freundlichen, geduldigen Menschen, bei denen Sombre in Ruhe ankommen kann und behutsam mit seinem neuen Leben vertraut gemacht wird. Wenn Sombre sich etwas wünschen dürfte, würde er sich in einer ruhigen Gegend mit einem eigenen Garten und vielleicht einem freundlichen Hundekumpel an deiner Seite sicher schnell einleben. Wenn Sie Sombre die schönen Seiten eines Hundelebens zeigen möchten, melden Sie sich gerne bei uns.

 

 

17.06.2020

Wir haben ein kleines Video von Sombre und seiner Freundin Luah bekommen.

10.02.21 Wir haben aus dem Refugium eine neue Einschätzung und ein Video von Sombre bekommen. Auch wenn Sombre sich nun seit einiger Zeit mit seiner Freundin Luaz im Tierheim unser spanischen Kollegen befindet, konnte er sich noch nicht öffnen. Zu tief sitzt nach der Einschätzung der Kollegen die Angst vor Menschen in ihm fest und es fällt ihm schwer, den Menschen zu vertrauen. Im Moment reagiert er noch mit Flucht und Panik. Wir wissen leider nicht, was er alles vor seiner Zeit im Tierheim erlebt hat, aber er wird mit Sicherheit keine Streicheleinheiten und Zuneigung bekommen haben.

Wenn seine ihm vertrauten Pfleger Sombre an der Leine aus dem Zwinger holen, fängt er langsam an, die Berührungen der Menschen zu genießen. Es wird also für Sombre und seiner zukünftigen Familie ein langer Weg werden, bis er den Menschen vertrauen und sich ihnen öffnen kann. Daher suche wir für Sombre eine hundeerfahrene Familie, gerne in ländlicher Umgebung, denn der Trubel einer Großstadt wäre zu viel für den armen Kerl. Sombra wird Zeit brauchen und sollte mit viel ruhe und Geduld mit seinem neuen Leben vertraut gemacht werden. Auch sollten eventuell vorhandene Kinder schon älter und verständnisvoll sein.

Es funktioniert also, Sombre hat gelernt, dass es auch freundliche Menschen gibt, denen man vertrauen kann. Aber man muss behutsam und geduldig mit ihm umgehen und ihm viel Zeit lassen, seine Scheu abzubauen. Deshalb braucht Sombre ein Zuhause bei hundeerfahrenen Menschen, die ihn nicht bedrängen und auch nicht erwarten, dass er ihnen von Anfang an glücklich in die Arme läuft. Sombre ist ein Hund mit einer traurigen Geschichte und wir wünschen uns für ihn Menschen, die ihn seine Vergangenheit vergessen lassen.

Sombre hängt sehr an seiner Hundefreundin Luaz und es wäre uns am liebsten, wenn die beiden ein gemeinsames Zuhause finden würden. Wir wissen, das wird schwierig, aber wir geben die Hoffnung noch nicht auf.

Sombre braucht auf jeden Fall in seinem neuen Zuhause einen Hundefreund der ihm zeigt, wie sein neues Leben funktioniert und dass er seiner neue Familie vertrauen kann. Als Einzelhund wäre er leider ziemlich überfordert. Auch das Leben in einer trubeligen Familie mitten in der Stadt wäre nichts für ihn, Sombre braucht ein ruhiges, eher ländliches Umfeld, gerne mit einem eigenen Garten. Falls Kinder in der Familie leben, sollten sie unbedingt älter und verständig sein.

Dass Sombre zunächst ängstlich und unsicher reagiert, ist nicht seine Schuld, es zeigt auf traurige Weise, was dieser Hund bisher erlebt hat. Aber Sombre hat im Refugium freundliche Menschen erlebt und ist bereit, sich auf uns einzulassen. Wenn Sie darauf aufbauen und Sombre helfen möchten, sich in unserer Welt zurecht zu finden, melden Sie sich gerne bei uns.

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