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FREDDY beginnt langsam sein Leben zu geniessen

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Unser hübscher Freddy stammt ursprünglich aus Mailand. Die Tierschützer vor Ort vermuten, dass der sensible Setter-Rüde früher an der Kette leben musste und zudem misshandelt wurde. 

Anfangs wich er jeder Berührung ängstlich aus, auf Halsband und Geschirr reagierte er regelrecht panisch. Mit viel Geduld gelang es den Helfern, Freddys Vertrauen zu gewinnen. Bald begrüßte er seine Pfleger mit freudigem Schwanzwedeln und einem kleinen Setter-Tänzchen. Zu Beginn wurde er positiv auf Leishmaniose und Rickettsiose getestet, doch dank sofortiger Behandlung ist er inzwischen wieder negativ und gesund.

Seit Oktober 2024 lebt Freddy auf einer Pflegestelle in Deutschland und hat in dieser Zeit viel gelernt:
 Dass vor dem Spaziergang ein Geschirr angelegt wird
 Anständig an der Leine laufen
 Sich bei Hundebegegnungen zu benehmen
 Am Tisch nicht zu betteln
 Auch mal kurz allein zu bleiben
 Treppen zu steigen
 Autofahren

Freddy vertraut den Menschen mittlerweile wieder, braucht jedoch einen klaren Tagesablauf und feste Rückzugsorte, wenn es ihm zu viel wird. Er hat noch einige Ängste – etwa vor Feuerwerk, fremden Menschen, hektischen Bewegungen, zu nahen Hunden, Berührungen oder Fellpflege. Deshalb sucht er Menschen, die ihn verstehen, seine Grenzen respektieren und ihm Zeit geben. Er ist kein Kuschelhund und laute Kinder verunsichern ihn. Dafür liebt er gutes Essen, ein weiches Plätzchen und ruhige Stunden. Freddy ist ein freundlicher Kerl, der gefallen möchte und wäre als Einzelprinz bei einfühlsamen Menschen am glücklichsten. Ein Setter im besten Alter mit wenigen Ansprüchen – nach all den schweren Jahren hat er ein liebevolles, gemütliches Zuhause mehr als verdient.

Um weiter an seinen Ängsten zu arbeiten, lebt Freddy seit Juli 2025 in einer Pension, wo eine Hunde-Verhaltenstherapeutin gezielt mit ihm trainiert. Er soll lernen, dass er Menschen wieder vertrauen kann und sich nicht mehr wehren muss. Gesundheitliche Ursachen für seine Unsicherheiten wurden tierärztlich ausgeschlossen.

Freddy wünscht sich ein ruhiges Zuhause im ländlichen Raum, am liebsten mit eigenem, sicher eingezäuntem Grundstück. Stadtleben kennt er nicht – Straßenlärm und dichter Verkehr würden ihn überfordern. Ideal wäre, wenn seine neuen Menschen Erfahrung mit Jagdhunden und dem Führen an der Schleppleine haben. Mit Geduld, Ruhe und liebevoller Anleitung wird Freddy ein dankbarer, fröhlicher und treuer Begleiter.
 
Können Sie sich vorstellen, diesem besonderen Setterbub ein Zuhause zu geben? Möchten Sie sehen, wie er ausgelassen durch Ihren Garten flitzt? Dann nehmen Sie schnell Kontakt mit Freddys Ansprechpartnerin auf.

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Es gibt ein neues Update von Freddy:

Wer Freddy’s Geschichte verfolgt hat, weiß: Der hübsche Englische Setter befindet sich in einer Trainingspension und erhält hier intensive Betreuung durch eine erfahrene Hunde-Verhaltenstherapeutin. Das Ziel ist es, die Strapazen seiner Jäger-Vergangenheit aufzuarbeiten – eine kostspielige, aber notwendige und lohnende Investition für unseren Verein, denn Freddy brachte so einige Altlasten aus Italien mit, an denen er sehr engagiert arbeitet.

Heute möchten wir euch also ein Update zu Freddy’s Reise geben, denn wir sind dankbar für eure Spenden, die es uns ermöglichen, Tieren wie Freddy Schritt für Schritt eine bessere Zukunft zu schenken. Dennoch liegt noch viel Arbeit vor uns – vor Freddy und vor vielen weiteren Sorgenkindern wie ihm, denen in ihrer Vergangenheit einfach große Steine in den Weg gelegt wurden.
Gerade in solchen Fällen ist Berichterstattung wichtig: Wo stehen wir, was haben wir erreicht und welche Herausforderungen bestehen weiterhin?

 

Rückblick: Freddy’s Werdegang

Wie so oft lässt sich nicht vollständig rekonstruieren, was genau Freddy erlebt hat.  Tierärztlich wurde zumindest ausgeschlossen, dass körperliche Gesundheitsprobleme die Ursache seiner Verhaltensauffälligkeiten sind. Dennoch war Freddy in keinem guten Zustand, als er in Mailand bei Tierschützern abgegeben wurde:

  • Er hatte panische Angst vor Menschen und vor allem vor Berührungen.
  • Schnelle Bewegungen, Lärm und andere Reize lösten extreme Stressreaktionen aus.
  • Ein Geschirr anlegen oder Bürsten? Undenkbar!

Vor rund einem Jahr kam Freddy nach Deutschland und erhielt umgehend den dringend benötigten Therapieplatz in der Trainingspension, wo man sich ganz gezielt mit seinen individuellen Themen auseinandersetzt und sein kontinuierlichem Training zeigt bereits positive Wirkung.

 Was hat Freddy bisher gelernt?

  • Vertrauen aufbauen: Freddy lernt, dass Menschen nicht nur Gefahr bedeuten, sondern auch Gutes.
  • Blickkontakt zulassen: Er traut sich inzwischen, vorsichtig Blickkontakt aufzunehmen.
  • Berührungen akzeptieren: Besonders im hinteren Körperbereich war Freddy früher extrem überfordert – hier macht er große Fortschritte.
  • Gelassenheit üben: Er begreift, dass keine Notwendigkeit mehr besteht, sich zu verteidigen, zu flüchten oder zu erstarren, wenn er angefasst wird.

Diese Ergebnisse sind ein großer Erfolg, den Freddy gemeinsam mit seiner Therapeutin erarbeitet hat. 

 Wie geht es weiter?

Freddy ist noch nicht an seinem Ziel, ein vollkommen entspannter Hund zu sein. Bei den Therapiesitzungen bzw Trainingseinheiten stößt er oft an seine Grenzen. Dennoch hat er bereits enorme Herausforderungen gemeistert und gibt Hoffnung: Sein Trauma wird Schritt für Schritt bewältigbar. Freddy zeigt, dass er mit den Menschen arbeitet – nicht gegen sie. Eine großartige Tendenz und die beste Voraussetzung für weiteren Erfolg.

Damit Freddy seinen Weg erfolgreich gehen kann, brauchen wir weiterhin Unterstützung:

  • Patenschaften: Regelmäßige oder auch einmalige Spenden helfen, die Therapie und Pflege zu finanzieren und Freddy auf Kurs zu halten. Jeder Euro zählt und macht einen Unterschied in seinem Leben.
  • Adoption: Langfristig wünschen wir uns für Freddy ein Zuhause bei hundeerfahrenen Menschen die weiterführen, was mit ihm bereits erarbeitet wurde – idealerweise hat Freddy’s zukünftige Familie auch Jagdhundkenntnisse, leben ländlich, mit Garten, damit der Setter sich austoben kann.
    Extrem wichtig im Umgang mit einem Hunde wie diesem ist vor allem der Einsatz von Empathie, Geduld und eine Tagesstruktur, die Sicherheit und Rückhalt bietet. Freddy braucht Ruhe, einen Rückzugsort und Zeit, um Vertrauen zu fassen, damit er seine alten Angstmuster für immer hinter sich lassen kann.
  • Pflegestelle: Genauso würden wir uns über eine erfahrene Pflegestelle freuen, die mit viel Ruhe und Geduld Freddy ankommen lässt. Auch steht weiterhin die Hundetrainerin mit Rat und Tat zur Seite, damit Freddy weiterhin gute Fortschritte machen kann.

 

 

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