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DIMONI muß nach 10 Jahren seine Familie verlassen...

Ende März 2021 Dimoni wurde als Welpe von seiner Familie gerettet und durfte glücklicherweise auch bleiben. Jetzt, nach 10 Jahren, musste seine Familie sich aus finanziellen Gründen von ihm trennen. So kam Dimoni in das Refugium unserer Kollegen in Valencia. Für den älteren Rüden ist es schwer, nun im Zwinger zu leben - schließlich hatte er bisher ein gutes behütetes Leben, mit Menschen, die er liebte. In seiner Familie lebte Dimoni mit drei weiteren Hunden zusammen. Er verstand sich mit seinen Artgenossen gut, bevorzugt hier aber eher die weibliche Gesellschaft. Vermutlich könnte er auch als Einzelhund glücklich werden, denn solange Dimoni Menschen an seiner Seite hat, die mit ihm Zeit verbringen, ist er zufrieden! Wir wünschen uns für Dimoni Menschen, die ihm wieder ein Leben in einer Familie ermöglichen. Sie sollten bereit sein, dem lieben Rüden Zeit zum "ankommen" zu geben. Möchten Sie Dimoni noch ein paar schöne behütete Jahre ermöglichen? Dann melden Sie sich gern!  

 

Dimoni ist am 01.05.21 auf seiner Pflegestelle angekommen und wir werden weiter über ihn berichten.

Dimonis Pflegefamilie hat seine ersten Wochen in Deutschland genau dokumentiert 😉

Hallo Ihr Hundefreunde, seit Anfang Mai ´21 bin ich in meiner Pflegestelle in Deutschland, im hohen Norden. Der Wegzug aus Spanien war schon ein Schock für mich. Hier ist es so kalt, aber unheimlich spannend. Ich wollte Euch kurz erzählen was ich in den 4 Wochen schon alles erlebt habe.

Fido, der Rüde, dem ich zeigen wollte, dass der älteste im Rudel natürlich Chef ist, hat mich leider zurecht gestutzt. Naja, meine Devise: der Klügere gibt nach. Soll er doch als Halbstarker glauben, dass er weiterhin das Rudel anführt. Ich agiere hinten 'rum 😉

Lola, die Hündin, sie ist nur bezaubernd. In sie habe ich mich gleich verliebt. Sie macht auch alles mit und ist nie sauer auf mich.

Und Pflegefrauchen und –herrchen nennen mich eine „coole Socke“, weil ich so unerschrocken durchs Leben gehe.

Ich lerne sehr schnell, aber einiges müsste ich noch dazu lernen. Pah, in meinem Alter. Keine Ahnung warum die Menschen immer wollen, dass alles nach ihren Vorstellungen und Spielregeln gehen soll.

Lola konnte ich gleich davon überzeugen, dass es doch eine richtig doofe Regel ist den Küchenbereich nicht zu betreten. Vor allem da es dort immer lecker Fresschen gibt. Ich zeigte ihr das tolle 750 g schwere Roggenbrot, das auf der Arbeitsplatte lag., sie ist so toll und vor allem so groß, dass es für sie ein leichtes war, es runter zu holen. Wir haben es uns dann auch schön geteilt. Fido, der Streber, hat natürlich nicht mitgemacht. Das ist leider nicht so gut angekommen. Frauchen war ziemlich sauer, denn Lola ist ja Diabetikerin und darf so viele Kohlenhydrate nicht fressen. Hätte sie mir das mal vorher gesagt, dann hätte ich das Brot alleine gefuttert.

Frauchen findet auch nicht gut, dass ich mit ihr spazieren gehe und nicht sie mit mir. Sie sagt, das mit der Leinenführigkeit müssen wir aber noch trainieren!!! Warum denn? Es ist doch super, dass ich immer schön voraus laufe und sie hinter her ziehe. Schließlich will ich ihr doch zeigen, was es alles Tolles zu erschnüffeln gibt. Und dann kommen uns auch so viele Zwei- und Vierbeiner entgegen. Die will ich alle begrüßen. Schließlich müssen sie doch wissen, wer ich bin. Den Vierbeinern zeige ich es auch dann sehr deutlich, dass man mich nicht zu sehr beschnüffeln sollte. Ich mag das nicht, dann fühle ich mich so bedrängt. Naja, da zeige ich dann schon mal, dass ich noch ganz schöne kleine Zähnchen für mein Alter habe.

Frauchen dachte gleich, ich kann andere Hunde nicht richtig lesen. Aber im Hundeauslaufgebiet konnte sie dann schon sehen, dass es ohne Leine super klappt. Da muss ich die Hunde, die mir zu nahe kommen, nur einmal giftig anknurren und dann ist alles geregelt. Also, nicht das ihr denkt, ich mag keine anderen Hunde. Ich mag sie schon, aber sie sollten sich bei einem Aufeinandertreffen eben an meine Spielregeln halten. Und bei den Zweibeinern verbietet sie mir diese sofort anzuspringen. Keine Ahnung was daran nicht gut ist?

Solche Dinge will sie mir nun in der Hundeschule lernen. Was soll ich in der Hundeschule, hmh? Naja, wenn sie das gerne möchte, komme ich halt mit. Lernen werde ich da sicherlich nichts, aber vielleicht sie, hi, hi.

Es gibt aber auch viel Gutes über mich zu erzählen. Ja, ich lerne schnell. In dem kleinen Video seht ihr, wie ich über Hindernisse springe. Herrchen war ganz fertig wie schnell ich begriffen habe, was er von mir will. Ich brauchte dafür einen halben Tag, Fido drei Tage und Lola sogar eine Woche. Und das, obwohl ich noch nicht so gut deutsch spreche.

In einem anderen Video seht ihr, wie ich am Fahrrad mitlaufe. „Wow, das machst Du ja wie ein Profi“, stellte mein Frauchen fest. Dann waren wir auch noch auf einem Campingplatz. Auch da waren sie begeistert von mir. Na gut, man muss mich schon immer an der Leine irgendwie festbinden, sonst schaue ich auch mal in einem anderen Wohnwagen wie es da so aussieht, aber... ich mach das toll und benehme mich auch.

Vom Campingplatz aus sind wir dann scheinbar in die größte Stadt Deutschlands gefahren. Berlin. Und da waren sie dann hin und weg. Denn mit mir kann man auch durch eine riesige Metropole laufen, also laufen, nicht schlendern (aber das will sie mir ja in der Hundeschule noch beibringen). Vor nichts habe ich Angst. Ob das nun die vielen Menschen, Autos oder Busse und U-Bahnen sind. Mich interessiert alles. Für Lola war das ganz gut. Da konnte ich ihr mal zeigen wie man durch so eine Stadt läuft, ohne vor allem zusammen zu zucken. Auch Sirenen von Feuerwehr, Krankenwagen .... bringen mich nicht aus der Ruhe.

Also, ihr seht, ich bin ein rund um toller Hund, und wenn ich das mit der Leinenführigkeit noch lerne und dass man andere Hunde nicht gleich anpöbelt, bin ich der geborene Anfängerhund.

Jetzt noch kurz mein Wunschzuhause: das Wichtigste – ich will geliebt werden.

Ein Haus mit Garten auf dem Lande wäre super, aber ich kann auch in eine Stadtwohnung ziehen. Da wäre dann natürlich wichtig, dass ich regelmäßig meinen Auslauf auch im Grünen habe, denn ich liebe es durch hohes Gras zu marschieren. Andere Hunde können zur Familie gehören, aber ich kann auch ganz gut alleine mit meinen Menschen leben. Und bei den Menschen? Da passt von jung bis älter alles. Rüstige Rentner wären mir am liebsten. Voraussetzung: sie gehen so gerne spazieren wie ich. Eine Familie mit Kindern geht auch. Allerdings sollten die Kinder in einem Alter sein, indem sie es verstehen, dass ein Hund kein Spielzeug ist und ich schon gleich gar nicht. Denn so wie ich mich von Hunden mal schnell bedrängt fühle, so könnte das auch bei Kleinkindern der Fall sein. Also Kinder so ab 10 Jahren wären super.

So, nun wisst ihr Bescheid. Mit mir bekommt ihr einen Hund, der schon Charakter hat, der allerdings auch immer noch neugierig ist und gerne dazu lernt. Ein Hund, der lange Spaziergänge liebt und der Euch auch gerne am Fahrrad begleitet. Und ein Hund, der liebend gerne am Abend mit auf der Couch liegt und bekuschelt wird. Wer fühlt sich denn nun angesprochen? Da muss es doch wen geben, der genau, so einen kleine Fellnase wie mich sucht.

Ach so, ihr schreckt wegen der Leishmaniose positiv zurück. Manno, bei uns Südländernkommt das ganz oft vor. Und so wie die Spanier, Griechen und andere Südländer mit uns leben, so können das Deutsche sicherlich auch. Viele meiner südländischen Hundekumpels sind Leishmaniose positiv getestet und zeigen überhaupt keine Anzeichen. Die Menschen von Hundepfoten in Not haben damit auch schon viel Erfahrung und stehen Euch da mit viel Wissen und hilfreichen Tipps zur Seite.

So, jetzt hoffe ich das Telefon läuft heiß und es melden sich viele, damit ich mir dann den passenden Menschen aussuchen kann. Bin halt doch gerne Chef 😉

PS: hier werde ich übrigens Dimi genannt und seit ein paar Tagen rufen sie mich liebevoll Murksel. Bei Murksel weiß ich dann immer, dass ich alles richtig gemacht habe und nach so kurzer Zeit die Herzen von meinen Pflegeeltern erobert habe.

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Dimoni braucht eine andere Pflegestelle... gerne aber auch endlich ein Für-immer-zuhause...
Wir wissen zwar, dass in Dimonis früherer Familie auch eine Katze lebte und gingen davon aus, dass es ein harmonisches Zusammenleben war, aber in der Pflegestelle findet es Dimoni leider toll, die Katzen zu jagen. Da die Samtpfoten nicht wissen, ob der eher kleine Rüde es ernst meint, bringen sie sich lieber in Sicherheit. Ob er sie nun “zum fressen gern” hat oder Katzenjagen für ihn einfach nur ein tolles Spiel ist - wir möchten der Pflegefamilie, den Katzen und Dimoni weiteren Stress ersparen und suchen für das muntere Kerlchen ein katzenfreies Zuhause, gerne zunächst auch eine Pflegestelle. Da Dimoni Hündinnen sehr mag, würden wir uns über eine bereits vorhandene, freundliche Hündin freuen, können uns aber auch einen Einzelplatz für ihn vorstellen.