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KNUT wurde taub geboren

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11.11.2018

Über Knut wissen wir nicht viel. Er ist taub, deshalb wurde er von seinem Jäger abgegeben.

Wir wünschen uns für Knut ein liebevolles Zuhause bei verständnisvolle Menschen, die ihn trotz seiner Taubheit rassetypisch auslasten können. Ob er jemals ohne Leine laufen kann, wissen wir nicht, deshalb wäre ein großer Garten, gerne ländlich, wünschenswert.

 

07.01.2019

Knut ist im Dezember in seiner Pflegestelle in Deutschland angekommen und wickelt bereits alle mit seinem Welpencharme um die Pfote. Wie man im Video sehen kann, fühlt sich Knut im Haus ausgesprochen wohl. Die kleine "Knutschkugel" hat schnell gefallen am Leben in Deutschland gefunden

Draußen muss man etwas aufpassen, er versucht so ziemlich alles zu fressen, was er erreichen kann.

24.03.2019

Trotz seines Handicaps ist Knut ein unbefangenes Hundekind, das jede Menge Flausen im Kopf hat. Löcher buddeln, Hausschuhe anknabbern, Socken klauen etc.- ihm fällt immer wieder etwas Neues ein. Aber etwas ist trotzdem anders bei Knut, der Pflegefamilie ist aufgefallen, dass Knut motorische Probleme und eine eingeschränkte Sehfähigkeit hat. Die Einschränkung ist auf beiden Augen unterschiedlich stark ausgeprägt – so dass er Hindernisse zu spät erkennt und immer mal irgendwo anstößt oder gar in ein Loch tritt bzw. Abgründe nicht richtig einschätzen kann. Sein Gang ist etwas wackelig, Knut rutscht öfters hinten mit den Beinen weg und taumelt nach dem Aufstehen – insbesondere nach längerer Schlafphase. Das alles ist verstärkt bei Dunkelheit zu beobachten. Knut wird daher zu seiner eigenen Sicherheit wohl niemals ganz ohne Leine geführt werden können.

Derzeit finden neurologische Untersuchungen statt, damit die Ursachen für Knuts motorische Probleme gefunden und evtl. behandelt werden können. Um die Kosten dafür tragen zu können, bitten wir um Ihre Spenden.

Wir sind sehr erleichtert, dass der kleine Knut mit seinen Einschränkungen so gut zurecht kommt. Seine Pflegestelle hat uns aktuell einen kleinen Bericht geschickt:

„Knut kompensiert seine Handicaps ganz gut und ist ein munteres Kerlchen. Bei Fremden und in ungewohnter Umgebung zeigt er sich ängstlich, ebenso ist ihm Wasser nicht geheuer. Wir vermuten, dass er in dem Zusammenhang schlechte Erfahrungen gemacht hat. Um Pfützen, kleine Rinnsale oder Bäche macht er einen großen Bogen und ist auch mit Futter nicht dazu zu bewegen, hindurch zulaufen. Draußen ist Knut sehr umgebungsorientiert, die Nase immer am Boden reagiert er stark auf Vögel.
Er war schon ein paarmal in der Hundeschule, kennt den Apportierbeutel, macht auf Handzeichen "sitz" und kommt auf Handzeichen zu einem gerannt.

Knut ist ein lieber Kerl, der Schmuseeinheiten sehr genießen kann und auch einfordert. In seiner künftigen Familie wäre ein Zweithund von Vorteil: er genießt dessen Nähe, orientiert sich an ihm, ist sehr unterwürfig. Mit ihm zusammen ist es auch kein Problem für ihn, längere Zeit mal alleine zu sein. Im Haus ist er sehr ruhig, bellen hört man ihn meist nur dann, wenn er sieht, dass es Futter gibt und er ungeduldig ist.“

Wie Sie sehen macht es Knut nichts aus, dass er anders ist. Aufgrund seiner motorischen Probleme sollte Knut möglichst keine Treppen steigen müssen.Wenn Sie sich auf das Abenteuer Welpe einlassen möchten und sich zutrauen, mit Knuts Handicaps zurecht zu kommen, dann melden Sie sich bitte bei uns.

23.11.2019 Die Pflegestelle berichtet: Knut, den wir Chicco nennen, ist nun fast 1 Jahr bei uns zur Pflege, wiegt mittlerweile 18,5 kg und ist mit ca. 53 cm Schulterhöhe für einen Rüden recht klein. Sein gesundheitlicher Zustand hat sich nicht verschlechtert, im Gegenteil: er wackelt weniger mit dem Kopf und taumelt auch weniger. Wetterveränderungen/ Luftdruckveränderungen merkt man ihm allerdings verstärkt an: dann rennt er „wie vom Affen gebissen“ umher und scheint vieles nicht zu begreifen. Da muss man ihm dann helfen um aus diesem Dilemma wieder raus zu kommen – alleine ist das oftmals schwierig für ihn.  schnief Das sind dann seine „schlechten Tage“. Zum Glück aber überwiegen die Guten. Außer seinen täglichen Vitamin-B Tabletten muss er nicht medikamentös behandelt werden. Derzeit üben wir mit Chicco an der Doppelleine Gassi zu gehen, was auch schon super klappt. Er hat schnell verstanden auf welcher Seite er gehen soll und akzeptiert das auch. An der Leinenführigkeit müssen wir allerdings noch verstärkt arbeiten. Auf drei Handzeichen "hört" er sehr gut – vorausgesetzt er schaut einen erstmal an: Sitz, Platz und Komm her. Mit seinen Artgenossen versteht Chicco sich prima – seine Taubheit stellt da kaum ein Problem dar, da Hunde ja eher auf die Körpersprache achten. Dadurch dass er sehr unterwürfig ist, gibt es nie Probleme. Allerdings muss man schon aufpassen das Chicco nicht gemobbt wird und seine Ressourcen wie z.B. der Wassernapf für ihn zugänglich sind. Den Aufenthalt in der Hundepension mit Gruppenhaltung hat er jedenfalls super gemeistert. Daher wäre es toll, wenn Chicco zu einer Familie mit ein oder weiteren Hunden kommen würde, die im besten Fall natürlich ebenfalls Setter wären. Das Zusammenleben mit unseren Katzen hat auch schnell funktioniert – hier hat er schnell differenziert von welcher er sich besser fernhält und welche sich so ziemlich alles von ihm gefallen lässt. Mit unserer Tochter (6) kommt Chicco ebenfalls super klar, er genießt es mit ihr zu schmusen oder einfach nur in ihrem Zimmer in ihrer Nähe zu sein. Sind allerdings mehrere Kinder zu Besuch, dann ist er mit der Situation überfordert und zeigt sich ängstlich.

13.01.2020

Chicco hat das neue Jahr gut begonnen - Silvester war kein Problem für ihn. Das ist definitiv ein klarer Vorteil eines tauben Hundes, denn die laute Knallerei hört er ja nicht. Aber auch sonst haben "Täubchen" ,wie sie auch liebevoll genannt werden,
definitiv Vorteile: sie haben einen tiefen Schlaf und weder Schlüsselklappern, Leinengeklimmper, noch das Läuten der Türklingel versetzt sie in Alarmbereitschaft.

Wenn Sie Fragen zum Umgang mit einem tauben Hund haben, sprechen Sie uns gern an! Für nähere Informationen empfehle ich folgendes Buch: "Taube Hunde" von Michaela Göbel "Expertenwissen Hundeerziehung - Umgang, Erziehung, Ausbildung"

Um den Buben über die pubertäre Phase zu helfen, trägt er nun einen Kastrationschip.

07.02.2020

Chicco (Knut) hat neue Fotos geschickt, um zu beweisen, dass er auch Kinder sehr gerne mag

07.03.2020

Knut hat uns wieder neue Bilder und Videos geschickt

 

Neuigkeiten von Knut, seine Pflegefamilie berichtet:

Knut (Chicco) hat letzten Juni seinen 2. Geburtstag gefeiert und ihm geht es unverändert gut. Im September hat er dann leider sehr plötzlich seine Setterfreundin verloren. Seitdem orientiert er sich mehr am Menschen, genießt die Nähe und die Kuscheleinheiten.

Wir gehen im Wald überwiegend an der Schleppleine, drinnen beschäftigen wir ihn mit DogTournedo und Apporteln - mit Fell natürlich, die liebt er.

In seiner gewohnten Umgebung fühlt er sich sicher, draußen ist er manchmal gestresst. Vor aufdringlichen, erwachsenen Hunden hat er Angst, Welpen dagegen weist er behutsam zurecht. Er ist sehr triebstark, weshalb er erneut einen Kastrationschip bekam.

 

Neuigkeiten von Setterich Knut:

Knut, den seine Pflegefamilie nun Chicco nennt, wartet nach wie vor auf ein eigenes Zuhause. Sein Krankheitsbild hat sich erfreulicherweise zum positiven verbessert. Nur noch ab und an taumelt er nach dem Aufstehen oder beim Gassigehen im schwierigen Gelände. Jedoch ist er nach wie vor recht stressempfindlich, sobald sich die normale Umgebung oder der alltägliche Ablauf ändert. Ist dies der Fall versucht er den Stress durch Laufen abzubauen und neigt dazu wie ein zwingerkolleriger Hund im Kreise zu laufen. Aus dieser Stereotypie muss man ihn dann behutsam und ruhig wieder herausholen.

Chicco mag es überhaupt gern ruhig und übersichtlich. Er kann problemlos ein paar Stündchen allein Zuhause bleiben, fährt aber auch gut im Auto mit und legt sich dann ruhig ab. Grundsätzlich geht er auch gern Gassi, nur mag er es überhaupt nicht das Geschirr angezogen zu bekommen und sinkt dann regelrecht in sich zusammen.

Auf seiner Pflegestelle lebt Chicco mit zwei hundeverträglichen Katzen zusammen, war vorher aber auch in netter Gesellschaft mit einer
freundlichen Setterhündin. Mit anderen Hunden ist er gut verträglich, allerdings hat er grobmotorischen Hunden aufgrund seiner schwachen
Statur und seiner gesundheitlichen Einschränkungen nichts entgegenzusetzen und lässt sich sehr schnell unterbuttern. In einem großen Rudel wäre er wohl das klassische Mobbingopfer.

Wir suchen für Chicco ein eher ruhiges Zuhause mit einem strukturierten Tagesablauf in den er sich nach der Eingewöhnungszeit sicher gut
einfinden wird. Gern mit umsichtigen älteren Kindern, die keine kleinen Spielsachen herumliegen lassen, erkennen, wann er Ruhe braucht und gerne mit ihm arbeiten und kuscheln. Gegen einen oder zwei freundliche und gechillte vierbeinige Hausgenossen hat Chicco auch nichts einzuwenden.

Vermittlungsvoraussetzung ist ein sicher eingezäunter hundetauglicher Garten, damit sich der junge Mann ordentlich austoben kann.

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Knut verbringt 2 Wochen Urlaub in einer anderen Pflegestelle. Er hat sich erstaunlich recht schnell eingelebt, genießt das Rudelleben und spielt gerne mit den anderen. Geschirr anziehen mag er nach wie vor nicht, aber wenn es einmal dran ist, geht er sehr gerne und freudig mit.

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