ABE - sucht kompetentes Zuhause
Zitat von Luitgard am 23. Januar 2026, 13:27 UhrAbe - von Kommunikation zwischen Hund und MenschDie Geschichte von Abe und seiner Rückkehr zum Verein nach nunmehr 6 Jahren aus einer Familie ist eine Geschichte, die zum einen von den Herausforderungen der Kommunikation zwischen Mensch und Hund handelt, zum anderen aber auch von Respekt und Einvernehmlichkeit.Wie wichtig die volle Transparenz im Tierschutz zu jeder Zeit wirklich ist, wird durch Fälle wie diesen deutlich demonstriert. Denn ohne die dazugehörigen Tatsachen und Fakten ist weder dem imposanten Rüden noch seinen zukünftigen Haltern geholfen. Daher werden wir keinen rosaroten Filter auf den Fall legen.
Wie kam es zu Abe’s Rücklauf?
Als Welpe wurde der Mischling an eine Familie vermittelt, wuchs hier auf und integrierte sich, entwickelte sich zu einem loyalen Freund der Familie, wenn auch mit starkem Jagdtrieb.
Nach Aussage der Halter wurden verschiedene Hundeschulen besucht, aber nicht für sonderlich gut befunden, da mit Strafen gearbeitet wurde. Mit einer Hundetrainerin wurden zuletzt verschiedene Themen noch angegangen wie zum Beispiel eine milde, jedoch vorhandene Tendenz zur Ressourcenverteidigung. Bedauerlicherweise kam es trotzdem zu einem Vorfall, der die Familie zur Abgabe bewegte.
Wir wollen es nicht Schönreden: Abe hat zugebissen.
Die Umstände hierzu haben wir mit der Familie, der Trainerin und unter uns Tierschützern so gut es ging durchleuchtet und sind zu dem Schluss gekommen, dass Abe in einer für ihn (!) stressigen Situation vermutlich versucht hat, eine Grenze aufzuzeigen.
Wie jedes Individuum hat Abe’s Persönlichkeit viele Facetten und eine von ihnen ist das sehr nachvollziehbare Bedürfnis darauf, selber zu bestimmen, wann wie viel gekuschelt wird, wie viel Nähe zwischen Mensch und Hund stattfindet. Wahrscheinlich hat der Rüde auch signalisiert, dass es ihm reicht, aber da Hunde in einer non-verbalen Welt leben und sich nicht mit Sprache verständigen können, tun sie es instinktiv mit der ihnen gegebenen Körpersprache.
Das Problem entsteht da, wo wir als Menschen die Signale nicht richtig deuten (können) und manchmal, ohne es zu bemerken, über die Grenzen der gegenseitigen Einvernehmlichkeit hinweg gehen. Wir neigen dazu zu denken, dass wir unseren Hund blind verstehen und es kann ein schmerzliches Erlebnis sein, sich einzugestehen, dass man seinen Hund nicht richtig interpretiert hat. Zeichen falsch gedeutet, aneinander vorbei kommuniziert hat. Aber als Abe's Geduldsfaden schließlich riss, hat er dann das getan, was Hunde tun, wenn sie eine deutliche Warnung aussprechen: Er hat zugeschnappt.Glücklicherweise hielt sich das Ausmaß des Bisses in Grenzen, jedoch ist Abe ein großer Hund und mit einem 2-jährigen Kind im Haus kann man verstehen, dass Eltern den schweren Entschluss fassen, sich von dem Rüden zu trennen.
Abe's Bedürfnisse und ideales Zuhause:Wir haben ihn erlebt und finden, dass Abe ein toller, loyaler Freund ist für hundeerfahrene Menschen, die seine Grenzen verstehen, respektieren und ihm zugestehen, dass auch der Rüde seine Distanz einfordern darf, wenn es ihm zu bunt wird.
Der stattliche Rüde ist kein Kuschelhund, kein Bürohund und kein Hund, der überall dabei sein will - denn viele Menschen und Eindrücke stressen ihn. Tagelanger Besuch im Haus, Tohuwabohu, Kinder, der fühlbare Stress der Menschen um ihn herum - all das kann einen Hund mental in die Ecke drängen, auch wenn wir es so nicht interpretieren würden. Daher wird Abe nur in ein kinderfreies Zuhause vermittelt, zum Wohle aller.
Für ein glückliches Zusammenleben sucht der Mischling ein Leben mit routinierten Abläufen bei und mit seinen Bezugspersonen. Der Rüde ist lernwillig, geht mittlerweile recht gut an der Leine (es sei denn er sieht eine Katze!) und beherrscht die Grundkommandos.
Vermutlich hat der Vierbeiner auch Herdenschutzhund-Blut in seinen Adern, was bedeutet, dass er das genetisch bedingte, felsenfeste Bedürfnis hat, zu Bewachen. Dazu braucht es freien Zugang zu einem Garten oder Hof - aber auch zur Wohnung und seinen Bezugspersonen! Auf dem Land mit wenig Lärm würde es ihm wohl am besten gehen, denn Abe ist kein Hund, den man in einer Stadtwohnung halten kann.
Wie jeder andere Hund auch benötigt der Rüde körperliche und geistige Auslastung. Seine Ressourcen-Themen müssen auch durch zukünftige Halter in Form von konsequentem Hundetraining aktiv betreut und bearbeitet werden. Abe ist ein schlauer Kerl, der mit dem richtigen Support eine gute Lernkurve hinlegen könnte.
Sollte es im Haushalt bereits eine vorhandene Hündin geben, müsste getestet werden, ob die zwei Individuen harmonisieren - mit allen anderen Haustieren ist Abe nicht kompatibel.
https://youtube.com/shorts/WlF4SGheLxI?si=i7UxNNM1uHFDF1ZJ
https://youtu.be/JdC1njwjf-M?si=AThk6OcFtYNZpLRP
Wie wichtig die volle Transparenz im Tierschutz zu jeder Zeit wirklich ist, wird durch Fälle wie diesen deutlich demonstriert. Denn ohne die dazugehörigen Tatsachen und Fakten ist weder dem imposanten Rüden noch seinen zukünftigen Haltern geholfen. Daher werden wir keinen rosaroten Filter auf den Fall legen.
Wie kam es zu Abe’s Rücklauf?
Als Welpe wurde der Mischling an eine Familie vermittelt, wuchs hier auf und integrierte sich, entwickelte sich zu einem loyalen Freund der Familie, wenn auch mit starkem Jagdtrieb.
Nach Aussage der Halter wurden verschiedene Hundeschulen besucht, aber nicht für sonderlich gut befunden, da mit Strafen gearbeitet wurde. Mit einer Hundetrainerin wurden zuletzt verschiedene Themen noch angegangen wie zum Beispiel eine milde, jedoch vorhandene Tendenz zur Ressourcenverteidigung. Bedauerlicherweise kam es trotzdem zu einem Vorfall, der die Familie zur Abgabe bewegte.
Wir wollen es nicht Schönreden: Abe hat zugebissen.
Die Umstände hierzu haben wir mit der Familie, der Trainerin und unter uns Tierschützern so gut es ging durchleuchtet und sind zu dem Schluss gekommen, dass Abe in einer für ihn (!) stressigen Situation vermutlich versucht hat, eine Grenze aufzuzeigen.
Wie jedes Individuum hat Abe’s Persönlichkeit viele Facetten und eine von ihnen ist das sehr nachvollziehbare Bedürfnis darauf, selber zu bestimmen, wann wie viel gekuschelt wird, wie viel Nähe zwischen Mensch und Hund stattfindet. Wahrscheinlich hat der Rüde auch signalisiert, dass es ihm reicht, aber da Hunde in einer non-verbalen Welt leben und sich nicht mit Sprache verständigen können, tun sie es instinktiv mit der ihnen gegebenen Körpersprache.
Glücklicherweise hielt sich das Ausmaß des Bisses in Grenzen, jedoch ist Abe ein großer Hund und mit einem 2-jährigen Kind im Haus kann man verstehen, dass Eltern den schweren Entschluss fassen, sich von dem Rüden zu trennen.
Wir haben ihn erlebt und finden, dass Abe ein toller, loyaler Freund ist für hundeerfahrene Menschen, die seine Grenzen verstehen, respektieren und ihm zugestehen, dass auch der Rüde seine Distanz einfordern darf, wenn es ihm zu bunt wird.
Der stattliche Rüde ist kein Kuschelhund, kein Bürohund und kein Hund, der überall dabei sein will - denn viele Menschen und Eindrücke stressen ihn. Tagelanger Besuch im Haus, Tohuwabohu, Kinder, der fühlbare Stress der Menschen um ihn herum - all das kann einen Hund mental in die Ecke drängen, auch wenn wir es so nicht interpretieren würden. Daher wird Abe nur in ein kinderfreies Zuhause vermittelt, zum Wohle aller.
Für ein glückliches Zusammenleben sucht der Mischling ein Leben mit routinierten Abläufen bei und mit seinen Bezugspersonen. Der Rüde ist lernwillig, geht mittlerweile recht gut an der Leine (es sei denn er sieht eine Katze!) und beherrscht die Grundkommandos.
Vermutlich hat der Vierbeiner auch Herdenschutzhund-Blut in seinen Adern, was bedeutet, dass er das genetisch bedingte, felsenfeste Bedürfnis hat, zu Bewachen. Dazu braucht es freien Zugang zu einem Garten oder Hof - aber auch zur Wohnung und seinen Bezugspersonen! Auf dem Land mit wenig Lärm würde es ihm wohl am besten gehen, denn Abe ist kein Hund, den man in einer Stadtwohnung halten kann.
Wie jeder andere Hund auch benötigt der Rüde körperliche und geistige Auslastung. Seine Ressourcen-Themen müssen auch durch zukünftige Halter in Form von konsequentem Hundetraining aktiv betreut und bearbeitet werden. Abe ist ein schlauer Kerl, der mit dem richtigen Support eine gute Lernkurve hinlegen könnte.
Sollte es im Haushalt bereits eine vorhandene Hündin geben, müsste getestet werden, ob die zwei Individuen harmonisieren - mit allen anderen Haustieren ist Abe nicht kompatibel.





